26 Neubauten haben die Innungsmaler mit Mut zur Farbe und fachmännischem Einsatz von Wärmedämmung zum Teil komplett verwandelt! Einstmals triste Staßenzüge sind fröhlich und bunt geworden. Auf jeden Fall immer ein Gewinn für die Bewohner der Häuser.
Das sagt die Jury
Der erste und starke Eindruck wurde wesentlich durch die beeindruckende „Vorher-Nachher-Situation“ geprägt.
Diese Fassade ist ein exemplarisches Beispiel dafür, dass die psychodynamische Kraft der Farbe ein wirksamer Farbgestaltung, ein wirksamer Gestaltungsbestandteil sein kann. In diesem
Zusammenhang ergibt sich auch eine daraus ableitende soziale Aufwertung, in deren Folge eine überproportionale Wertsteigerung des Objektes erfolgen kann. Die beiden Fassadenelemente, die
bunt-unbunt strukturierten Fensterbänder und die geschossgliedernden weißgrauen horizontalen glatten Flächen, ergänzen sich in hervorragender Weise durch ihr gutes Kontrastverhältnis. Hierbei
wurde die alte Ostwald-Gestaltungsregel, „Je kleiner umso reiner“ beachtet. Die beiden Gestaltungspaare „bunt/unbunt“ sowie „hell/dunkel“ wirken in Ihrer Anmutungsqualität proportional harmonisch
und ausgeglichen. Die einzelnen vertikal gegliederten schwarz-rot-gelben Fensterbandflächen erzeugen ein gutes Kontrastverhältnis, und zusätzlich psychovisuell vertraute Assoziationen. Alle
zusammenhängenden Aspekte veranlasste die Jury dieser, auch beschichtungstechnisch hervorragender Fassadengestaltung einen ersten Platz in Kategorie „Neubauten“ zu geben.
Das sagt die Jury
Bei dieser Fassadengestaltung ergänzen sich die einzelnen Gestaltungskomponenten zu einem außerordentlich harmonischen Gesamteindruck.
Das im unteren Fassadendrittel durchgehende mittelhelle warme Grau zeigt beispielhaft, dass eine Farbe in der Lage ist, ein Gebäude visuell standfest zu tragen und damit die psychologisch
wichtige Eigenschaft „Sicherheit“ erzeugen kann.
Der darüber befindliche Zweidrittel-Flächenanteil der hervorragend gegliederten Fassade, zeichnet sich aus durch eine „empfindungsmäßig“ leichtere. Gestaltungsbegleitende sowie vertikal
angeordnete warm-gelbe und weißgraue Bunt-Unbunt-Kombination, mit hervorragend gegenseitiger Abstimmung.
Die durch die Architektur bestimmte Fassadentektonik wird mit Hilfe der Farbgestaltung in besonderer Weise ergänzt und gibt dem Gebäude ein prägnantes und hoch akzeptables Gesicht, was die Jury
veranlasst hat, diese Fassade mit einem 2. Platz in der Kategorie „Neubauten“ zu würdigen.
Das sagt die Jury
Bei der Vor-Ort-Besichtigung wurde eine besonders stimmungsbeeinflussende Farbatmosphäre empfangen, die nur mit übergeordneten Begriffen umschrieben werden kann, wie:
Auch dieses Gebäude repräsentiert exemplarisch ein besonderer Phänomen, nämlich die emotionale Gestaltungskraft der Farbe, die hier gut eingesetzt, in Verbindung mit einer beschichtungstechnisch
sehr guten Ausführung, von der Jury mit einem dritten Platz in der Kategorie „Neubauten“ ausgezeichnet wurden.